Beiträge zu Systemtheorie, Information, Physiologie, Soziologie und Technologie ... Nucleus of the contributions is to represent by theory possibilities concerning the informational properties in form and function of systems as well as their evaluation until arithmetic transcription

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Autor
  Dominikus Forcht, D-71640 Ludwigsburg; 05. September 2009  /  Kontakt
Systemtheorie...Information
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Gesamtübersicht des Buches / Impressum und Inhaltsverzeichnis

Menue (Abschnitte, je mit Kapitel und Artikel)
  1     Zum Titel der Niederschrift    6     Systemcharakteristik in Arbeitsstrukturen 
  2     Einführung    7     Technik nach physiologischem Vorbild 
  3     Perspektive "Systemtheorie"    8     Parabel / Kommunikation 
  4     Individualität und Physiologie der Systeme        Literaturverzeichnis 
  5     Physiologie der Gesellschaft   


Materielle Werte und ihr Äquivalent

Eine fehlerhafte Vorstellung von Geld macht sich breit. Ob Arbeitnehmer, Journalisten, Rentner, oder Politiker, viele betrachten "Geld" als Wert an sich. Daß Geld aber nur ein Tauschmittel für Leistung ist, wird ob der Güte und Stabilität der Lebensumstände, wie z.B. in Mitteleuropa, leicht vergessen.
 
Nicht zu verstehen ist daher die Idee von einem "Grundeinkommen für alle".
Nicht zu verstehen ist daher, daß Unternehmer, eine Partei oder sogar ein Ministerpräsident ein "Grundeinkommen für alle" als Vorschlag in die Diskussion einbringen.
 
Dem ist folgendes zu entgegnen:
Ein Grundprinzip jeder Volkswirtschaft ist, daß der Wert von Geld einzig der Gesamtleistung von Menschen entspricht.egal wie man "Geld" benennt und wie hoch man einen Betrag ansetzt, denn "Geld" ist nichts anderes als ein Tauschmittel für menschliche Leistung.
Wer ein "Grundeinkommen für alle" propagiert, kann oder will nicht dazusagen, daß im selben Zuge Normen für individuelle Leistungen diktiert werden müßten, um das System "Volkswirtschaft" am Leben zu erhalten....  Auch die Leistung von Maschinen würde den Wert nicht verbessern. Hätte jeder Mensch ab sofort ein "Geschenk" von 500 Euro zur Verfügung, aber der Mechaniker, der die Maschine reparieren soll, damit der Bäcker das Brot backen kann, beschließt erst einmal Urlaub zu machen, was sind die 500 Euro dann noch wert?   Und würde von diesem Augenblick an für ein Jahr keine Leistung erbracht, dann wären auch die (an sich herzlich vergönnten) Milliarden Vermögen wertlos. Denn was macht ein Mensch mit Geld, wenn in der Volkswirtschaft dafür keine Leistung zu erhalten ist?
 
Die Verteilung von "Leistung" und Gegenwert ist seit Urzeiten und in aller Zukunft eine politische Funktion. Über Mindesteinkommen, ob Arbeitslohn oder Rente und dergleichen kann man da reden, denn wir haben soziale und ethische Werte und Verpflichtungen: Der Wert von Geld kommt aber nicht aus der Druckerei, und auch nicht von raffinierten Anlagen.
Erstaunlich ist die Unbedenklichkeit mancher Gutverdiener, mit der sie ihre Gewinnüberschüsse so anlegen, daß die daher rührenden Steuerpflichten dem Staat und damit der Gemeinschaft, d.h. der Volkswirtschaft vorenthalten werden. Ihr Geld verliert in dem Maße an Wert, wie die Relation Leistung/Gegenwert in Schieflage gerät.
Der Nennwert von Geldbeträgen irgendwelcher Art scheint für manche Menschen mehr zu bedeuten als Leistung. Offenbar haben sie den Gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang nicht begriffen. Jeder Überschuß sollte der Förderung von Leistung dienen. Die Vermehrung von Geld durch Geld ist für eine Volkswirtschaft kein Gewinn. Anders die Vermehrung von Leistung, verstanden im Sinne von qualitativer Dotierung der Größen [Information mal Arbeit].

Wie entstehen materielle Werte aus Leistung?

Naturwissenschaftlich gesehen, sind Werte prinzipiell qualitativer Art !!
Zu beachten ist, daß "Qualität" nur eine Meßdimension ist.
Wenn viele Menschen das gleiche für gut befinden, so heißt das nicht, Qualität sei objektiv bestimmbar. Es ist also durchaus möglich, daß über materielle oder geistige Werte, z.B. von Formen und Funktionen, soziologisch gesehen über kleinere oder größere Gruppen hinweg, ein Konsens besteht. Aber wie sollen wir die Entstehung und auch den Wandel von Wertvorstellungen in unser naturwissenschaftlich geformtes Weltbild einordnen?
Vernünftige Antworten erhalten wir auch in diesem Fall durch unsere kritisch revidierte Systemtheorie. Es wurde geklärt, daß Wechselwirkungen physikalisch -- wie systemtheoretisch begründet -- als [Information mal Energie] objektiv darstellbar sind, und daß der Nutzen je Individuum (= Nano- bis Tera-Zelle) eben individuell beurteilt wird. Solches Urteil ordnen wir in die Begrifflichkeit von subjektiv relativer Qualität.
Um nun Unsicherheiten zu begegnen, sei hier (redundant) die Definition aus »Begriffe« (siehe Wahlmöglichkeit oben) übernommen wie folgt:
Qualitaet (eine Messdimension)
Grundsatz: "Qualität" ist die Dimension des durch Wechselwirkung eines Systems auf Funktion und Adaptivität optimierte Zusammenwirken aller Systemkonstituenten. (Die (systemrelativ) subjektive Geltung von Qualität sowie spontane und/oder temporäre Systembildungen sind dieser Definition immanent.)
Alle Wechselwirkungen müssen als Ressourcenverbrauch gewertet werden. Während [Information mal Energie] (=
DW) physikalisch definierbar ist, ist "Qualität" ein subjektives Mass, um die für ein System relative Nützlichkeit des DW-Verbrauchs zu bestimmen.
 
Während der Ressourcenverbrauch [Information mal Arbeit] alle am Wechselwirken beteiligten Konstituenten gemeinsam betrifft, entscheidet sich der Qualitätsgrad und dessen Wirkung individuell an jeder einzelnen Konstituenten, d.h. "zu deren Gunsten" oder "Ungunsten". Anders gesagt: Das Wort "Qualität" allein enthält keine Gütebestimmung. Zum Begriff erhoben, handelt es sich um eine Skala, die -- wie bei einem Thermometer -- von MINUS bis PLUS reichen kann. Die Definition von Gradmarken liegt in der Freiheit eines jeden Individuums, begrenzt durch die Ansprüche der Gemeinschaft, der das Individuum sich zur Sicherung seiner Existenz und Entwicklung -- bewußt oder unbewußt -- unterordnet.  
Die wirtschaftswissenschaftlich verbrämten Fehler der Gegenwart beruhen auf der Annahme, daß eine hohe Rate an DW schon mit Produktivität gleichzusetzen ist. Näherungsweise mag das wohl zutreffen, indem der Anschein entsteht, daß DW bedingt durch fortgeschrittene Arbeitsstrukturen immer qualitativ dotiert sei. Aber in genau solchen Fällen wird gelegentlich offensichtlich, daß bei Mängeln der Arbeitsstrukturen, auch unter gleichbleibenden Raten an DW, erhebliche Einbußen an Produktivität auftreten können. Das zeigt deutlich, daß Arbeitsstrukturen "qualitativ" beurteilt werden müssen. Und selbiges gilt insgesamt und universal:  
Wo und wodurch entstehen nun Werte, wie beispielsweise im Rahmen der Volkswirtschaft?
Wie auch immer Information und Arbeit gegeneinander verschoben und balanciert werden, wenn die Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität beitragen, dann ist das eine Folge höherer qualitativer Dotierungen in [Information mal Arbeit] (d.h. DW).
Werte entstehen als Folge von DW sofern die Prozesse mit qualitativen Dotierungen einhergehen. Und es ist gleichgültig, ob wir die qualitative Dotierung als individuelle Leistung oder als sozial strukturell bedingt ansehen.  
Indessen repräsentiert "der Wert von Geld", gleich ob als Geldschein, Münze oder sonst als Edelmetall verfügbar, objektiv immer nur die Produktivität der Gesamtheit einer Volkswirtschaft. Wie ausgführt, kann dieser Wert also nur aus qualitativ dotierten Leistungen erwachsen.
Das Ergebnis der Überlegungen ist an sich bekannt. Jedoch vor dem Hintergrund der naturwissenschaftlich fundiert gefundenen Zusammenhänge erscheint das Gewicht qualitativer Implikationen als beträchtlich: Volkswirtschaften ohne qualitativ dotierte [Information mal Energie] sind wie Monster, die im Hochgefühl ihres individuellen Funktionierens ihre Ressourcen und sich selbst verbrauchen, ohne irgend etwas zu produzieren, was für die Existenz und Entwicklungsfähigkeit der Gemeinschaft, von der sie abhängig sind, von Nutzen wäre. (bezüglich DW siehe die unter Manuskript als PDF-Version erreichbare und downloadbare Schrift "Information der Physis".)
Die Überlegungen zeigen, daß Beiträge zur qualitativen Dotierung von [Information mal Arbeit]  zu pflegen, zu fördern und zu honorieren sind, mehr als nur individuelle Leistungen.    
 
 
 
 
 
 
 
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