- Aus dem Erkenntnisstand:
Die Gehirn-
und Bewußtseinsforscher EDELMAN und TONONI schreiben in
Ihrem im Jahr 2000 erschienenen Buch Gehirn und Geist
z.B. folgendes:
- Die Signale,
die auf das Auge eines Tiers im Dschungel treffen ... können
auf unendliche Weise kombiniert werden. Ein Tier muß diese
Signale dennoch für seine eigenen adaptiven Zwecke klassifizieren
und irgendwie diese Kategorisierung überdies mit vorherigen
Erfahrungen mit der selben Art von Signalen assoziieren können.
Ein Mensch würde höchstwahrscheinlich berichten, er
sähe »Bäume«. Doch aufgrund der endlosen
Zahl veränderbarer Bedingungen, setzte es eine endlose Serie
von Fehlerkorrekturen und eine Präzision voraus, die mindestens
so hoch ist wie die eines Computers, ... wollte man das selbe
mit einem kodierenden oder einem abbildenden (replikativen) Speichersystem
leisten....Neurone lösen keine Floatingpoint-Aufgaben...
- Ich möchte
das als ein Zeichen werten dürfen, daß sich die Erkenntnis
der Unvereinbarkeit von Denkweisen der Kybernetik mit
Strukturen menschlicher Intelligenz und menschlichen Geistes,
nun von hoch kompetenter Warte her Bahn bricht. Das nährt
zugleich meine Hoffnung, daß mein Verfahren zur Darstellung
natürlicher Information (siehe auch Seite "...Evolution")
an Diskussionswürdigkeit gewinnt. Dem steht immer zur Seite,
daß wir in der Lage sind, Größenrelationen spontan
zu erkennen, wie z.B. Relationen von Tönen (bei einer Genauigkeit
besser als 1 %),
und daß wir Größenrelationen unabhängig
von ihrer tatsächlichen Größe werten und wiedererkennen
(Klang, Melodie,
gegenständliche oder personale Abbildung). Das Gehirn hat mathematische Operationen
nicht nötig, und doch sieht es so aus, als würde es
fortwährend rechnen, komplex, schnell und bei unerhörter
Speichertiefe....(?) So zu sprechen wäre falsch. Aus der
Hirnforschung lernen wir, daß das sogenannte "Gedächtnis"
(gleich ob kurzzeitig oder längerfristig) "nichtrepräsentational"
arbeitet. Das ist so zu verstehen, daß zur Identifizierung
und/oder Wertung von Wahrnehmungsvorgängen nicht
etwa "gespeicherte Daten" tangiert werden, sondern
daß verschieden zuständige Bereiche des Gehirns durch
mehrfache Wege synaptischer Wechselwirkungen (je nach Modalität und Stärke
der Verbindungen mehr oder weniger bevorzugt) "durchschalten", so daß
ein dynamisches neuronales Schaltungsmuster entsteht, welches
unser Bewußtsein repräsentiert. (EDELMAN und TONONI
berichten darüber ausführlich.)
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