Beiträge zu Systemtheorie, Information, Physiologie, Soziologie und Technologie ... Nucleus of the contributions is to represent by theory possibilities concerning the informational properties in form and function of systems as well as their evaluation until arithmetic transcription

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Autor
  Dominikus Forcht, D-71640 Ludwigsburg; 05. September 2009   /  Kontakt
Systemtheorie...Information
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Gesamtübersicht des Buches / Impressum und Inhaltsverzeichnis

Menue (Abschnitte, je mit Kapitel und Artikel)
  1     Zum Titel der Niederschrift    6     Systemcharakteristik in Arbeitsstrukturen 
  2     Einführung    7     Technik nach physiologischem Vorbild 
  3     Perspektive "Systemtheorie"    8     Parabel / Kommunikation 
  4     Individualität und Physiologie der Systeme        Literaturverzeichnis 
  5     Physiologie der Gesellschaft   


...die Information der Systeme
 

Kurze Übersicht 

Frage und Antwort leiten das Thema ein:
Energie findet immer Wege, sich zu entladen, aber was geschieht während der Entladung ?
Immer entsteht etwas, ob wir es so gewollt oder berechnet oder vorhergesehen haben ?
Im Anfang ist immer das Potential, gegebenenfalls mit einer von gewissen Widerständen geleiteten Wechselwirkung. Das alles ist potentielle Infomation. Während des Flusses einer Wechselwirkung geschieht prozessuelle Information. Entsprechend gestaltet sich das Relikt der Wechselwirkung, und sei es nur die Aktivierung einer Synapse in einem menschlichen Gehirn. Das "Relikt" aber ist im selben Augenblick schon wieder bereit, als potentielle Information zu wirken.... Wir erkennen den Zyklus.
Wichtige These: Die Information der Physis ist durch Relationen konstituiert.
Die Nähe zu den Grenzen individuell zuträglicher Wahrnehmung mag hierbei mit von Bedeutung sein, doch das gehört zu einem anderen Wahrnehmungsaspekt.
Die Arbeiten führten über physiologische, evolutionstheoretische und systemtheoretische Gesichtspunkte zu dem Ergebnis, daß die Fähigkeit des Individuums, Relationen wahrzunehmen, ja als Mensch in Wahrnehmungen nach Relationen förmlich zu suchen, aus der Wertung (Gewichtung) der Konstituenten von Relationen nach ihrem Abstand von relativ 2^n gewonnen wird. Die Herkunft dieser Eigenschaft wird im Manuskript (oben wählbar) ausführlich begründet. Darin wird gezeigt, daß -- evolutionstheoretisch gesehen -- die Entwicklung der Differenzierung der Wahrnehmung sich an der (aus der Physik bekannten) Harmonischen Reihe ausrichtet. Dieser Sicht folgen interessante Überlegungen, welche nicht nur den Informationsbegriff sondern auch physiologische bis technologische Anwendungen reformieren.
Experiment zum Unterschied von repräsentierter und vermittelter Information: Sie stehen vor einem Tisch, auf welchem ein Gegenstand liegt (vielleicht ist es ein Buch...). Die Abbildung auf der Netzhaut Ihres Auges mag 50 % Fläche beanspruchen. Dann entfernen Sie sich von dem Tisch, Sie blicken zurück, und der Gegenstand liegt noch immer an selbigem Ort; zum Unterschied von vorhin beansprucht jener Gegenstand nun aber nur noch 5 % Fläche Ihrer Netzhaut. Was folgt daraus? Da sich der Gegenstand nicht verändert hat, kann es nur die Wahrnehmungsbedingung sein, die sich verändert hat; dagegen ist die durch den Gegenstand repräsentierte Information unverändert.    
Entgegen unserer Neigung, „Größen“ mit „Werten“ verbunden zu sehen, erlaubt die Verbindung von „Relationen“ mit „Werten“ objektiv nachzuvollziehen, warum beispielsweise der Mensch ohne arithmetische Operationen seines Gehirns eine Melodie erkennt, gleich in welcher Tonlage sie vorgeführt wird.
Physiologisch relevant ist beispielsweise der Unterschied des Abstands zweier Größen von 2^n.
Der hiervon abgeleitete Maßstab ist nachfolgend gezeigt. Es handelt sich im wesentlichen um die nach relativen Abständen von 2^n gewichtete Harmonische Reihe. Der Maßstab wird im neuen Buch "Systemtheorie und die Information der Systeme" (siehe Menüpunkt Manuskript oben) plausibel entwickelt und erläutert. Außerdem finden Sie unter Menüpunkt Evolution  dazu weitere Angaben.
Zusammengefasst:
*   In der Harmonischen Reihe definiert jeder Zahlbegriff eine einmalige Intervallbeziehung zu 2^n; diese sei bezeichnet als Relationalwert.
*   Ausgehend vom subjektiv empfundenen "Gewicht" eines Relationalwertes (seiner 2^n-Verwandtschaft), folgt die Bezeichnung Relationalwertattribut, kurz Attribut.
Das Theorem:
*   In einem Relationengefüge entspricht das Attribut eines Relationalwertes dem arithmetischen Produkt der Attribute von dessen Faktoren. 
 
Die Relationale Informationstheorie bietet damit die Grundlagen zur arithmetischen Transkription von Form und Funktion prinzipiell beliebiger Erscheinungen. Transkriptionsergebnisse beziehen sich auf die in der Erscheinung interessierenden (arithmetisch definierbaren) Relationen pro Modalität.
Das Bild modelliert im uebrigen erstmals eine Wahrheit von "Selbstorganisation". Das ist interessant insofern, als bisher nicht geklärt ist, was wann wie sich selbst organisiert... (kein System organisiert sich selbst... weitere Ausführungen hierzu im Buch)
Die skalierende relationale Wahrnehmung ist außerdem die Grundlage für die fortschreitend differenzierende "Kommunikation" (Kommunikation hier universal im Sinne von Wechselwirkungen verstanden). Im Aspekt von "Evolution" ist es nun einmal mehr möglich, Prinzipien von Information in die Allgemeine Systemtheorie einzuführen.    
Ein sehr einfaches, jedoch in seiner Bedeutung oft unterschätztes Beispiel liefert die Tatsache, daß wir eine Melodie zu identifizieren vermögen, gleich ob sie mit einer Pikkoloflöte oder mit einem Kontrabass vorgetragen wird, oder daß wir das Gesicht einer Person zu identifizieren vermögen, gleich ob es als Foto oder als Poster vorgehalten wird. "Semantik" betrifft also die physikalisch (räumlich, zeitlich, funktional) erscheinende Informationsgesamtheit eines Systems, die sich nur als Gefüge von Relationen beschreiben läßt. Dabei ist es gleich, welche physischen Wirkungen unter welchen Bedingungen davon in einem Augenblick ausgehen.   
Ein Beispiel zur Anwendung der "Gewichteten Harmonischen Reihe" bietet ein Vergleich der beiden Grafiken, mit welchem eine der Charakteristiken der Relationalen Informationstheorie vorgeführt wird.
"Klangereignisfolge" ist so zu verstehen, daß sich ein Klang aufbaut, in dem Sinne, daß er mit einem Ton beginnt, zu welchem sich nach und nach weitere Töne gesellen.
Die jeweils darunter aufgeführte Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen Harmonischer Reihe und dem jeweils selbstkorrigierenden (relativen) Abstand einer jeden Konstituenten des momentanen Gefüges von 2^n (= Attribut).
 
Kurz gesagt: Die Reihe der Attribute zeichnet das Muster der vorgeführten Relationen. Darüber hinaus kann diese Reihe mit 2^n beliebig transponiert werden, ohne daß das Muster des Relationengefüges sich verändert. Der Zweck liegt dann in der besseren Vergleichbarkeit von Relationengefügen.
   
In obiger Darstellung zeigt sich die Arithmetische Analogie zu einer Art der nichtarithmetischen Arbeitsweisen des zentralen Nervensystems: Wo also individuell "vorher" gewußte Relationen "aktuell" identifiziert werden, erscheinen die "aktuellen Werte" mit den selben Attributen wie die "vorherigen Werte", auch wenn die realen Größen, die den Relationen zugrunde liegen, von mal zu mal andere Größen sind. Damit kann die Theorie zu einem systemtheoretischen Ansatz für die Psychologie, für Verhaltensforschung bis hin zur Hirnforschung ausgebaut werden. Beispielsweise könnte damit ein Weg zur Erklärung gebahnt werden, wie das Gehirn -- ohne ein Bild bitweise abzulegen -- die Fähigkeit des "Erinnerns" organisiert.
Der selbe systemtheoretische Ansatz kann auch bei der technologischen Nachbildung humanoider Verfahren der Wahrnehmung (im Sinne von quasi subjektiver Perzeption) wichtige Dienste leisten.
 
Der Informationsbegriff ist durch die quantisierende Informationstheorie (SHANNON), die zur Optimierung von Codes für die technische Nachrichtenübertragung dient, so dominant vorbelegt, daß es einiger Anstrengungen bedarf, sich einmal davon zu lösen und anzuerkennen, daß das physiologisch informational bedingte Moment, welches in Systemen Form und Funktion bestimmt, nicht als "quantisiert" darstellbar ist. Das hat damit zu tun, daß physiologische Informationen je nach Fokus und Umgebung als relativ, d.h. hier, in gegenseitiger Abhängigkeit zu sehen sind. Hierdurch wiederum kann eine Semantik von Wechselwirkungen abgeleitet werden, indem die Relationen auf ein universales Niveau transformiert werden. Genaue Ausführungen dazu im »Manuskript« (siehe Auswahl oben).
Dagegen zielt die Informationstheorie nach SHANNON auf die Absolutheit der Erscheinungen. Im übrigen schließt sie -- nach Shannon selbst ausdrücklich -- semantische Definitionen aus. SHANNONs Informationstheorie hat also nichts von einer "Quantentheorie des Geistes" -- wie latent von einigen Philosophen angenommen und publiziert: Es ist nur so, daß sie für die Technologie der Datenübertragung und Datenverarbeitung ein unverzichtbares Instrumentarium bietet; das ist auch der Grund, warum sie in allen informatisch orientierten Lehren dominant propagiert wird.
Um aber Prozesse zu planen und zu beobachten, wird die "Information der Systeme"
daneben gestellt.
 
Bit versus Relation

–– Das „bit“ gilt als kleinste Informationseinheit, entsprechend [1/0], verwendet in räumlichen und      zeitlichen Strukturen, wie z.B. in Codes für Nachrichten und Bilder.

–– Die Relation gelte als universale Informationseinheit, gekennzeichnet durch den relationalen  Abstand     der Konstituenten einer Relation von 2^n, identifizierbar und verwendbar jeweils unimodal in räumlichen     und zeitlichen Strukturen, wie z.B. in Funktionen und Formen.
 
Die im Projekt notwendigen systemtheoretischen Betrachtungen, wie beispielsweise die Unterscheidung zwischen potentieller und prozessueller Information, förderte zutage, daß "Information" aus Zyklen entsteht, wie anhand der nachfolgenden Grafik gezeigt. Informationszyklen treten sowohl als Ressource als auch als Ergebnis von Wechselwirkungen auf.  Dazwischen liegen qualitativ erscheinende Effekte; diese sind aber nur subjektiv bewertbar. Beispiel: Der Schlag mit dem Hammer auf ein Stück Blech ist "Energie mal prozessuelle Information", um ein Relikt früherer Prozesse zu verändern; das neuerliche Produkt kann für ein Individuum nützlich, für ein anderes sinnlos sein, gleichgültig, wie nützlich oder sinnlos das Ausgangsprodukt vorher gewesen ist....   
In Konsequenz von Überlegungen zur Automatentheorie ergibt sich folgende Analogie:
"A" übernimmt die Rolle von Kontingenz der informationalen Bedingungen und "C" die Rolle von wirkender Information in Wechselwirkungen.  "B" dokumentiert den zwangsläufigen Zusammenhang zwischen Information und Energie in Wechselwirkungen. Die prozessuelle Abfolge "A zu B zu C zu D" ist naturgesetzlich und zutreffend in allen Arten von Wechselwirkungen.
Auffällig bei konsequentem Studium ist,  daß -- universal gesehen -- "Information" das Einzige ist, was sich in der Natur überhaupt vermehrt und was vom Menschen vermehrt werden kann. Aber auch Minderung bis Vernichtung sind vorstellbar.
 
Nach Kenntnisstand der Astrophysik nimmt die Energiedichte im Universum ab, während die Informationsdichte zunimmt.
Die Relationale Informationstheorie zeigt sich im übrigen...
als Methode, eine Relation oder ein Gefüge von Relationen als Semantik von Form und Funktion eines Systems zu definieren bzw. zu analysieren. Die Methode bedient sich einer arithmetischen Transkription von Relationen in humanoider Weise. Das eröffnet beispielsweise die Perspektive, abstrakte Bilder von Form und Funktion von Systemen zu transformieren, um Aspekte differentieller Momente auf verschiedenen Ebenen beobachten, vergleichen und bearbeiten zu können. Anwendungsbereiche sind Prozeßbeobachtung, bio- und neurowissenschaftliche Forschung, Umweltbeobachtung, Biometrie u.a.
Diese und weitere Sichtweisen sind in den hier verfügbaren Schriften ausführlich begründet.
In der auf Seite Manuskript zum unentgeltlichen Download bereitliegenden Schrift (PDF-Format) wurde die Freiheit genutzt, die betreffenden Einsichten in evolutionstheoretischen, technologischen und schließlich auch soziologischen Denkmustern einzupassen. (Für kurz: siehe Seite Prozessor )
 
 
 
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