Beiträge zu Systemtheorie, Information, Physiologie, Soziologie und Technologie ... Nucleus of the contributions is to represent by theory possibilities concerning the informational properties in form and function of systems as well as their evaluation until arithmetic transcription

Alle Beiträge stammen aus einem System mit täglich aktualisiertem Vierenschutz. Aber Achtung: e-mails unsauberen oder anders werbenden Inhalts stammen von Hackern, die sich kriminell meines Absenders bedienen ! Gegebenenfalls bitte ich um Nachricht.
Autor
  Dominikus Forcht, D-71640 Ludwigsburg; 05. September 2009   /  Kontakt
Systemtheorie...Information
  Systemtheorie   Philosophie   Evolution   Wahrnehmung  Begriffe  
Soziologie...Ökonomie
  Information und Energie   Oekonomie  Organisation  materielle Werte   
Technologie
  Information   Prozessor   Observer mit humanoiden Eigenschaften
Ferner zu wählen:
  Manuskript  D. Forcht   Kommunikation   Existenzbedingungen     
Gesamtübersicht des Buches / Impressum und Inhaltsverzeichnis

Menue (Abschnitte, je mit Kapitel und Artikel)
  1     Zum Titel der Niederschrift    6     Systemcharakteristik in Arbeitsstrukturen 
  2     Einführung    7     Technik nach physiologischem Vorbild 
  3     Perspektive "Systemtheorie"    8     Parabel / Kommunikation 
  4     Individualität und Physiologie der Systeme        Literaturverzeichnis 
  5     Physiologie der Gesellschaft   


Beispiele zur betrieblichen Organisation

Zielsetzung: Qualitätssicherung des Handelns in Gemeinschaft

Alt und überholt ...
und "Beratung" ist kein Ideenwettbewerb ... Vor allem deshalb nicht, weil hier Strukturen zu formen sind, geeignet, von Sekunde zu Sekunde auftretende taktische Berührungen zwischen Systemen (auch Syst. unterschiedlicher Ordnungshöhe) der Produktivität zuzuführen, noch ehe sie diese beeinträchtigen.
Mechanistische Ideen sind fehl am Platz !
 
Wer würde allen Ernstes noch Pläne solcher Art entwerfen? Doch wer je an Organisationsprojekten (auch sogen. "Transformationen") beteiligt war, wird zugeben, daß ganz im Untergrund typisch menschlichen Denkens sich solche Ideen melden; aber ...
Funktional gesehen muß über den ganzen Betrieb ein Kreis gezogen werden, denn -- und daran zweifelt doch niemand -- es handelt sich um ein ein System, das zudem auch von äußeren Gegebenheiten und Ereignissen heimgesucht wird, wie z.B. aus Richtung Kunden, Konkurrenz, Politik, Gesetzgebung, Weltwirtschaft.....   Keine Funktion, keine Abteilung, kein Bereich ist durch das übergeordnete System so sehr abgeschirmt, daß es sich als unberührbar von solchen Einflüssen sehen könnte. Auch ist nicht verhinderbar, daß äußere Einflüsse sich temporär als Mitkonstituenten des einen oder anderen Subsystems bemerkbar machen. Das Ganze ist ein System von Systemen, denn jeder Bereich ist eins, jede Abteilung ist eins, jede Funktion und jeder Mitarbeiter ist eins, und schließlich auch die Umwelt. Durch ihre Kommunikation (= Handeln insgesamt) stehen sie permanent (ob direkt oder indirekt, gewollt oder ungewollt) in Wechselwirkung. Und qualitative Implikationen aller Wechselwirkungen modulieren die Produktivität.
Jedes System handelt nach seiner individuellen "Physiologie".
So ist der Fokus auf die Maximen der Physiologie der Systeme, vom Mitarbeiter bis zur Unternehmensspitze, zu richten. Davon -- als Beispiel -- nur zwei: Existenzerhaltung und Entwicklungsfähigkeit.  Die Maximen sind von System zu System in sich selbst unterschiedlich strukturiert und werden je nach relativer Macht unterschiedlich vertreten. So sind im Einzelfall die Wechselwirkungen darauf zu prüfen, daß z.B. die jeweiligen individuellen Maximen nicht verletzt werden. Führungs- und Durchsetzungskraft allein genügen nicht. Deshalb sind Wege zu definieren, wie die in Wechselwirkungen verbrauchte DW  der Produktivität zugeführt werden kann. Wichtig ist z.B. die Minderung von Konfliktpotentialen.  
Konfliktpotentiale erkennen und eleminieren
Konflikte können sich entwickeln, wenn die funktionale Organisation sich für Prozeß und Mitarbeiter als ungünstige Systembedingung erweist. Ein Beispiel ist die durch die "Gleichberechtigung" vielfach geteilter Prozeßfunktionen quasi freigegebene kritische Einmischung "jede in jede Funktion", was wegen unterschiedlichen Kenntnisständen notgedrungen zur Klitterung von Entscheidungen führt. Hiervon wird die Geschäftsleitung tangiert, so daß diese in viele Einzelentscheidungen nachgeordneter Funktionen eingebunden wird. Das mag dem Geschäftsführer als Anker für seine Kommunikation willkommen sein, doch es eröffnet den Funktionsträgern manche Möglichkeit, ihre individuelle Politik zu betreiben. Im Streßfall hört das Individuum auf seine eigene Stimme: dann hoffentlich ethisch bildungsmotiviert. Andernfalls entstehen unerwünschte Nebenprozesse, wie sie aus der folgenden Grafik abzulesen sind:  
Konflikte werden nicht selten auf Sach-Ebenen projiziert, ohne daß auf Führungsseite gesagt werden kann, ob die vorgetragenen Konflikte der wirklichen Problematik entsprechen. Die Konfliktpartner wissen das oft selbst nicht. Dagegen ist Tatsache, daß Führungskräfte mit auf die "Projektionsebene" gesetzt werden, d.h. sie werden zu Aktivitäten genötigt, die die Probleme lösen sollen.
In der Praxis ist es so, daß die Befriedung des Einzelfalls gesucht wird. Das kann für eine kurze Wegstrecke von Erfolg sein, doch der nächste Konflikt lauert bereits, und die "Befriedung" vieler Einzelfälle schafft Unsicherheit bei den Mitarbeitern. So müssen strukturelle Maßnahmen gefunden werden, die geeignet sind, Konflikte der gezeigten Art auszuschließen, und das selbst dann, wenn die "Gleichberechtigung" der Funktionsträger einst als "Errungenschaft" gepriesen worden sein sollte. Hier steht die "Gleichberechtigung" einer reibungslosen Abwicklung von Prozeßfunktionen im Wege.
 
"MA-Leistung": Man kann noch mal den Bogen zur erwähnten "symbolischen Gleichung" (in Seite "Information und Energie") hin spannen: "Leistung" von Mitarbeitern wird oft ungenau gesehen. Mit jener symbolischen Gleichung aber wird deutlich, daß solche "Leistung" sicher nicht in Größen von InformationArbeit gemessen werden kann. Erstens müssen Größen von InformationArbeit -- qualitativ gewichtet -- als "Kommunikation" (= Handeln insgesamt) gesehen werden, und zweitens ist die in "Kommunikation" implizierte (systemrelative) Qualität zu beurteilen. "InformationArbeit", d.h. DW, gibt lediglich den Ressourcenverbrauch an, während in der relativen Qualität von Kommunikation, d.h. in der Qualität im Handeln insgesamt, der ökonomische Effekt des Ressourcenverbrauchs beurteilt werden kann. Wie groß auch immer das Aufgebot an DW ist, ohne qualitative Dotierung wüßte niemand zu sagen, wozu der Output nütze sein soll.
 
Ressourcenverschleiß:  Daß oft sachlich plausibel scheinende Probleme vorgeschoben werden, um Konflikthintergründe zu tarnen, das ist aus Soziologie und Gruppendynamik an sich bekannt. Auch bekannt ist die Möglichkeit, durch organisatorische Maßnahmen Bedingungen zu schaffen, in welchen die Entwicklung von Konfliktpotentialen, z.B. aus MetaStrukturen, schon im Keim behindert wird.
Das Manuskript über die Relationale Informationstheorie befaßt sich mit fundamentalen Hintergründen solcher Prozesse und bietet Wege zur Vermeidung problematischer Entwicklungen an.
Die Grafik zeigt nur eine Facette der Ursachen möglicher Probleme. Hier eine Konsequenz "ungeregelter Selbstorganisation". Die Konsequenzen bedürfen keines Kommentars...

MetaOrganisation (gelegentlich auch GruppenHyperdynamik) verheizt bares Geld in der Form von qualitätsreduzierter und "qualitätsreduzierender" "Kommunikation", resp. Handeln insgesamt. 

"Konkurrenz" zwischen Systemkonstituenten kann ebenso nützlich wie schädlich sein. Sie wirkt auf die in DW (=Information mal Energie) dotierte Qualität und hat insofern in jedem Falle Einfluß auf die Produktivität. In Kreisen der Wirtschaftswissenschaften hat man aber vielleicht zu tief gehängt, daß der Begriff "Konkurrenz" allein nicht auch schon Positives benennt. Nimmt man für Bedingungen in und zwischen Systemen eine Metapher, wie z.B. "Darm gegen Herz" oder "Leber gegen Lunge", ist sofort erkennbar, daß die Konkurrenz funktional ungleicher Konstituenten zu Komplikationen führen kann oder sogar muß. Z.B. für ein Unternehmen, in welchem Konkurrenzen dieser Art an der Tagesordnung sind, sind ungünstige Prognosen zu stellen. Der alte Spruch "Konkurrenz belebt das Geschäft" gilt eben nur, wo funktional gleiche Systeme konkurrieren. Hier taucht jedoch ein weiteres Kriterium auf: Leider ist es häufig so, daß funktional gleiche, konkurrierende Systeme sich wie "Feinde" begegnen. Urinstinkte des Individuums zeigen einen Konkurrenten oft als "Rivalen", der zu bekämpfen ist. Dem zu begegnen, muß es (soziologisch gesehen) gelingen, klar zu machen, daß der Konkurrent Orientierung gibt, die in Gewinn umgemünzt werden kann.

"Der Konkurrent ist nicht Dein Feind!" Aber Konkurrenz zwischen funktionsungleichen Konstituenten, z.B. wenn ein Entwicklungsleiter sich strategisch so positioniert, daß er den Bereichsleiter ersetzen kann: eine solche Konkurrenz kann ein Unternehmen (eine Abteilung, eine Gruppe) bis zur völligen Erfolglosigkeit treiben.  Man sieht, daß mit dem Begriff "Konkurrenz" sehr unterschiedliche Effekte im System verbunden sein können.

Ein Beispiel aus der Industrie, das analog auch für Verwaltung und Administration anwendbar ist.
 
Am Beispiel eines konfliktberuhigten Geschäftsbereichs wird erkennbar, wie Ressourcen geschont werden können. Das geschieht z.B. durch sachbezogene Integration der Funktionen...
 
Ob und inwieweit die Prophylaxe von individuellen Fehlverhalten in die Organisation zu integrieren sei, ist restriktiv zu prüfen, um nicht der Neigung zur inproduktiven Überorganisation Raum zu geben.
Im Gegensatz zu weit verbreiteten Lehrmeinungen, daß "Konflikte" durch Führung und Organisation nicht verhindert, wenn nicht sogar gefördert werden sollen, weil sie die Kreativität anregen, ist nachweisbar, daß Konfliktberuhigung personale Ressourcen schont, ohne die Kreativität zu mindern. Worauf es ankommt, das sind die Strukturen im Unternehmen. Es ist möglich, Strukturen so zu gestalten, daß personale Ressourcen quasi selbsttätig der Kreativität des Systems zugeführt werden.   
Die Grafik zeigt noch mal einen konfliktberuhigten Geschäftsbereich. Dieser enthält aber zusätzlich eine Qualitätsposition (QP), deren Aufgabe es ist, die Qualität der Gesamtheit der Aktivitäten zu fördern. Sie wird durch die Geschäftsleitung je Bereich besetzt. Die Wirkung der QP ist ähnlich wie in der herkömmlichen Produktion zu verstehen, jedoch eben auf die neue Sicht erweitert. Das gilt z.B. auch wenn es um Entwicklungs- Verwaltungs- und ähnliche Funktionen geht.

Die QP fokussiert sich also auf die Tätigkeiten und -- selbstredend -- auf die "Tätigkeitsübergänge" (= "Kommunikation" im Sinne von "Handeln insgesamt") in der Weise, daß Leerläufe, Doppelarbeit, Kommunikationsschleifen und Hemmschnittstellen rechtzeitig erkannt werden können. Dadurch wird einer permanenten Adaptation der Arbeitsabläufe an die normal sehr dynamischen Systembedingungen der Weg bereitet. 

Durch die symbolische Gleichung für "InformationArbeit" und "InformationKörper" (siehe Seite "Information und Energie") wird insbesondere klar, daß die qualitativ wirkenden Aktivitäten und Ergebnisse, genannt "Kommunikation" und "Form", isoliert betrachtet werden können. D.h. die Größen von W ' und K ' sind betriebswirtschaftlich weitgehend objektiv meßbar, während das, was sie im Rahmen von Wechselwirkungen informational bewirken, in "Qualität" zum Ausdruck kommt. Die Voraussetzungen für die Erhöhung von "Qualität" liegen in der "Kunst der Struktur" (entlehnt aus Bach-Werk: "Kunst der Fuge").

Die symbolische Gleichung dient jedenfalls zur klaren Trennung der jeweiligen Gesichtspunkte. Um nun "Qualität" zu erhöhen, ist vorgeschlagen, die im produzierenden und dienstleistenden Gewerbe (auch Behörden!) etablierten Qualitätssicherungspositionen dahingehend auszubauen, daß sie auch die "Kommunikation", wie besonders die Funktionalität von Arbeitsübergängen in die Qualitätssicherungsfunktion einbeziehen. In jedem Fall erhöht sich mit der Qualität (im ganzen) auch die "Produktivität".

Hier darf noch mal an den Zusammenhang erinnert werden: DW  findet immer statt und man kann sie bestimmen. Jedoch der Beitrag von DW zur Produktivität ist von den qualitativen Implikationen abhängig. Unternehmerische Aufgabe ist, die Wege zu definieren, welche zur Optimierung der qualitativen Implikationen leiten.

 

Ferner wichtig: Dämpfung von Bereichsegoismen in grossen Unternehmen 

 Ein möglicher Beratungsakt:
Während die QP je Geschäftsbereich durch die Geschäftsleitung bestimmt wird, organisieren sich die QP'n aller Geschäftsbereiche des Unternehmens zu einem Transversalsystem, in welchem permanent Anpassungsforderungen und die bereichsübergreifenden Themen geregelt werden.
Die optimale Wirkung des Transversalsystems wird erreicht, wenn es im Rahmen der Unternehmensziele sich eigene Regeln gibt und sich selbst steuert. Die Ausrichtung auf Unternehmensziele wird durch eine eigene Berichtslinie eines gewählten Sprechers zur Unternehmensleitung gesichert. 
Hier muß die "Kunst der Struktur" zu Systembedingungen führen, welche die Effekte von individuell autonom entschiedenen Wechselwirkungen zur Optimierung anders notwendiger Wechselwirkungen beitragen... Die Art der Auflösung von Wechselwirkungen nach Information, Arbeit und qualitativen Implikationen ist der originäre Beitrag der vorliegenden Präsentation.
 
 
 
 
 
________________________________________________________________