- Im Dienst der Oekonomie:
Die Theorie der natuerlichen
Systeme in Verbindung mit der Relationalen Informationstheorie
fordert auch die Neubesetzung von oekonomischen Aspekten. Hier
nur ein paar Anmerkungen:
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- Oekonomie der arbeitsteilig
organisierten Gesellschaft?
In der Spaetnachfolge Henry Fords und Max Webers stehen wir laengst
neuen Anforderungen gegenueber: Das "Menschsein" ist
emanzipiert, das "Ich" besteht maechtiger als je zuvor
auf seiner Existenz im Hier und Jetzt, die "Produktivitaet
durch soziales Handeln" hat sich von spirituellen Wertleitlinien
weit entfernt. Doch die "Produktivitaet", sei sie geistiger
oder materieller Art, gilt es zu erhalten, denn sie allein macht
ein System lebens- und entwicklungsfähig. Um die Produktivitaet
über alle Veraenderungen der Gesellschaft hinweg zu erhalten,
brauchen wir die Kunst der Struktur.
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- Kunst der Struktur meint die Schaffung funktional auf Produktivitaet
gerichteter Strukturen. Nicht die Struktur von Management und
Administration, sondern die Struktur des Lebensprozesses der
Gesellschaft in allen Teilfunktionen ist es, welche die Voraussetzungen
schaffen kann, um die aus individuellen Autonomien und Selbstbestimmtheiten
beziehbaren Potentiale in Produktivitaet umzumünzen. Tatsache
ist ja, daß menschliche Arbeitskraft zunehmend durch Energie
ersetzt wird. Unter der Relationalen Informationstheorie ist
nun endlich auch emotionsfrei zu fragen, mit wieviel physiologischer
Information die notwendigen Wechselwirkungen betrieben werden
und wie die Information die qualitativen Effekte
der Wechselwirkungen zu höherer Produktivität führt.
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- Etwas Philosophie muß
sein!
Aktivität eines
Systems ist Wechselwirkung. Sie besteht aus Energie und Information.
Dazu kommt, daß mit Wechselwirkungen ein relativ zu jedem
System (jeder Ebene) wirkendes qualitatives Moment einhergeht.
Beispiel: Bin ich als einzelnes System an Wechselwirkungen beteiligt,
dann sind es die qualitativen Implikationen, die mich erkennen
lassen, welchen Nutzen ich den Produkten jener Wechselwirkungen
entnehmen kann. Aber ich muß auch beruecksichtigen, daß
die selben Anlaesse zu Wechselwirkungen bei einem anderen System
zu anderen informationalen Prozessen fuehren, und daß daraus
andere qualitative Implikationen wahrgenommen werden. Es sind
eben die (also subjektiv relativ geltenden) qualitativen Implikationen,
die im System Menschheit zu milliardenfach verschiedenen Auffassungen
von Qualitaet führen, sich überlagern und differenzieren,
und die in letzter Konsequenz auf das Einzelschicksal eines Systems
"Individuum" zurückwirken und ggf. dessen Produktivitaet
modulieren. Insofern ist die Bildung von "ueberschaubaren"
Einheiten dann, wenn sie auf einheitliche qualitative Kategorien
gerichtet sind, von großem Nutzen. Man kann auch sagen:
Nichts verbindet Menschen (auch Individuen allgemein) zu gemeinsamen
Handlungen erfolgreicher als das Bewußtsein, einer "bestimmten",
d.h. gemeinschaftlich anerkannten Art qualitativer Implikationen
der individuellen Leistungen verpflichtet zu sein.
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- Der Rückgang an ethisch
ökonomischen Implikationen des Handelns, und zwar eines jeden einzelnen Menschen,
ob Mitarbeiter oder Manager, ist bedenken. Die Art, wie organisatorische
Vorgaben oft abwehrend oder einschränkend vertreten werden,
ist den "lebenswichtigen" qualitativen Implikationen
der Mitarbeiter nicht selten im Wege. Das Bewusstsein ist zu
verstärken, daß zwar die Neigung, die individuelle
Physiologie zu bedienen, ihr Recht haben soll, daß aber
das System, in welchem das Individuum "Konstituente"
ist, gleichfalls eine Physiologie hat, die -- wo nicht ausreichend
bedient -- an Leistungsfaehigkeit verliert. Aber auch das
ist zu bedenken: "Qualitaet" ist ein Maßstab
für das durch Wechselwirkung eines Systems auf Funktion
und Adaptivität optimierte Zusammenwirken aller Systemkonstituenten.
Qualitaet ist nicht nur eine Frage des qualitativen Wirkens des
einzelnen Mitarbeiters sondern auch des Wirkungsumfelds sowie
der Arbeitsübergaenge und der Einfluesse von relativ außen.
Organisation allein kann all die Wechselfälle einer Arbeitswoche
nicht ausreichend berücksichtigen.
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- Die qualitative Dotierung
von Wechselwirkungen
erhoeht die Produktivität eines Unternehmens oder Verwaltungsbetriebes.
In gleicher Weise kann sie auch die Produktivitaet jeder Volkswirtschaft
erhoehen. Qualitative Beitraege gehen von absolut jedem einzelnen
Teilnehmer des Geschehens aus, gleich in welchen Sektoren, von
"geistig" bis "physisch"... Jeder einzelne
Teilnehmer orientiert sein Handeln an den Belangen seiner
Physiologie im Rahmen der Bedingungen seines sozialen Lebensumfeldes.
Bei Anwendung von wirklicher Intelligenz wird er auch das Wohl
jenes Systems bedienen, dessen Konstituente er ist.
- Individuelle Physiologie und
soziale Bedingungen bilden bei der Komplexitaet des Individuum
"Mensch" das Spannungsfeld, wo sich die Unterschiedlichkeit
der individuellen Erscheinungen formt. Keine Organisation kann
diese Unterschiedlichkeit auflösen.
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