Beiträge zu Systemtheorie, Information, Physiologie, Soziologie und Technologie ... Nucleus of the contributions is to represent by theory possibilities concerning the informational properties in form and function of systems as well as their evaluation until arithmetic transcription

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Autor
  Dominikus Forcht, D-71640 Ludwigsburg; 05. September 2009  /  Kontakt
Systemtheorie...Information
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Gesamtübersicht des Buches / Impressum und Inhaltsverzeichnis

Menue (Abschnitte, je mit Kapitel und Artikel)
  1     Zum Titel der Niederschrift    6     Systemcharakteristik in Arbeitsstrukturen 
  2     Einführung    7     Technik nach physiologischem Vorbild 
  3     Perspektive "Systemtheorie"    8     Parabel / Kommunikation 
  4     Individualität und Physiologie der Systeme        Literaturverzeichnis 
  5     Physiologie der Gesellschaft   


Information und Energie

Ein Wort voraus: Durch die quantisierende Informationstheorie (N. Wiener / C. Shannon) ist dieses Wort begrifflich vorbelegt in der Weise, als könne eine Theorie über Information nur auf der Quantisierung, wie von Shannon zu rein übertragungstechnischen Zwecken eingeführt, aufbauen. Aber wie von Shannon in den 90er Jahren dann selbst geäußert, besitzt sie nicht die Eignung, irgend eine informational aufzufassende Semantik zu erschließen. Inzwischen ist für solche Aufgaben die Relationale Informationstheorie herangereift. Sie ist nicht gegen die quantisierende Informationstheorie, sondern ergänzt diese in unserem Bild von Information.
 
Energieumsatz impliziert grundsätzlich und immer "Information"; Energieumsatz ist gleichzusetzen mit Wechselwirkung. Das Gestaltende darin ist als "Information" zu verstehen. Bisher bestanden jedoch Hürden, bedingt durch den in der quantisierenden Informationstheorie technologisch belegten Informationsbegriff. Das Formans in Wechselwirkungen jedoch kann -- wenn auch konditional verschieden -- nur als "Information" bezeichnet werden, hier eben mit semantischer Qualität.
Wir müssen jedoch unterscheiden zwischen potentieller und prozessueller Information (mehr dazu weiter unten). Gleich wie Energie, gehört auch "Information" zur unbedingten Ressource für Wechselwirkungen; und was aus Wechselwirkungen hervorgeht, ist wiederum Energie und Information, wenn auch relativ qualitative Implikationen, zusammen mit Form und Funktion, sich im Prozeß geändert haben. Der Zusammenhang zeigt, daß die Entwicklung der Information als Systemkoeffizient unverzichtbar gewesen ist. >> Manuskript
 
Der Begriff "Arbeit" wird in Denkkategorien der Soziologie als Tätigkeit verstanden, welche der Mensch "zu tragen" und zu "erdulden" hat, um etwas zu bewirken. Manche Sackgasse des soziologieorientierten Denkens hat hier ihren Ursprung. Dagegen ist "Arbeit" in Denkkategorien der Physik das Produkt von Energie mal Zeit...  Leider fehlt in beiden Kategorien die Würdigung des Momentes "Information". Bei richtiger Anwendung aber bildet "Information" das Bindeglied zwischen den beiden Denkkategorien. Das wird verständlich, wenn man erst einmal akzeptiert hat, daß jede Art von Aktivität mit Energieumsatz, und jeder Energieumsatz mit Information zu tun haben. Das ebnet den Weg zu mehr Wirklichkeitsnähe bei der Bestimmung der individuellen Existenz, Wahrnehmung, Funktion und Sinn. 
 
Die Konstellation der Relationen gibt einem System Gestalt und Funktion
Natürliche Systeme reagieren je nach Komplexität und Funktionalität auf ein und die selbe Bedingung unterschiedlich. Das ist es, was die theoretische Erfassung der "Beziehung System zu Information" so schwierig macht. Der Schlüssel zur Problemlösung wurde gefunden, und zwar auf dem Weg der Klärung, wie sich die Differenzierungsfähigkeit eines Systems darstellt (siehe Auswahl html-Seite "Evolution").
 
In natuerlichen Systemen bedingen sich Information Energie gegenseitig. Was der Mensch -- direkt oder indirekt -- wahrnehmen kann, das sind Wechselwirkungen oder Folgen davon; Wechselwirkungen setzen Relationen von Potentialen voraus; Relationen sind "Information". Aenderungen eines Relationengefueges energetischer, materieller oder geistiger Art werden verursacht; was daraus entsteht und welche Konsequenzen es hat, das haengt davon ab, welches System von welchen Events wie beruehrt wird.
 
Information wird nicht "gegeben" sondern verursacht, und Information wird nicht "empfangen" sondern im Reagieren erzeugt. Denn absolut nichts spricht dafür, daß ein System aus den Attraktionen irgend welcher Prozesse und Abbildungen genau das / genau so / und zu der Zeit umsetzt, wie der Verursacher es evtl. gewollt hat. Das System "Individuum" ist autonom. Kommunizieren, bedingtes Verstehen und Entsprechen, das sind soziologisch entwickelte Faehigkeiten. Wir sollten alle ganz nüchtern bleiben: Relationen von Potentialen sind Information je nach dem, was innerhalb des individuell gesetzten Fokus als Relation relevant ist. Ein System bestimmt dem Prinzip nach quasi "selbst",  was von potentieller Information unter welchen Vorbedingungen mit welcher Bedeutung und mit welchem relativen Gewicht etc. als Information prozessiert wird, und welche potentielle Information (z.B. Gedächtnis im ZNS) aus je prozessierter Information gewonnen wird.
 
Der einzelne Mensch, als natürliches System gesehen, muß zur Erhaltung seines biologisch definierten Lebens eine bestimmte Größe an Energie umsetzen. Rund 10^8...10^10 Joule pro Leben sind es, egal was er tut, äußere Wärme- und Krafthilfen nicht gerechnet. Fragt man nach Wirkungen des einzelnen Menschenlebens, (absolut wertfrei, denn "Werte" sind einzig subjektiv beurteilbar) so fällt auf, daß mit dem Energieumsatz immanent Information umgesetzt wird, und daß es wohl Information sein muß, welche dem Energieumsatz bestimmte Wirkungen verleiht. Es kommt hier nicht darauf an, qualitative Wertungen zu versuchen, weil diese stets nur subjektiv gelten, wie z.B. "positiv" oder "eher negativ", "nützlich" oder "eher überflüssig", um nur ein paar der einfachsten Urteilsformen zu nennen. Aber wenn man sich der Möglichkeit von Wirkungsunterschieden von Energieumsätzen völlig wertfrei bewußt bleibt, tritt am Deutlichsten in Erinnerung, daß es die informationalen Wirkungen von Energieumsatz sind, die das Verhalten und die Ziele des Individuums wie der Menschheit und des Universums formen... Um von da aus zur Wertung von "Produktivität" zu gelangen, bedarf es der Wertung qualitativer Implikationen. Dazu aber ist es hilfreich, erst einmal die Beziehungen zwischen Information und Energie genauer anzusehen

 
 
Diese Beziehungsgleichung gilt für "DW" symbolisch, aber sie ist wichtig, um den Zusammenhang Information / Energie für ökonomische Betrachtungen vorstellbar zu machen. Hier noch mal der Hinweis, daß "DW" (D verstanden als Gefüge von Relationen) als Parameter in konventionell physikalisch definierten Prozessen, eingeschlossen räumlich und zeitlich bedingte Gewichtungen, zu sehen ist.
 
Mit dieser Gleichung wird jedenfalls eines erreicht: Wir können die Ressource DW (resp. DK) als Träger möglicher qualitativer Implikationen [+/-] getrennt von den evtl. meßbaren Ergebnissen beurteilen, wie z.B. durch eine Größe von "Produktivität".   
 
Wenn im physikalischen Kontext jemand das Wort "Arbeit" benützt, dann ist den Anwesenden im allgemeinen klar, daß Größen von Energie gemeint sind. Man kann "Arbeit" als Wattsekunden oder Newtonmeter oder einfach als Joule ("J") usw. denken. Für vergleichbar kontextempfindliche Worte, wie "Kommunikation", "Information" und "Form" gibt es eine derart physikalisch basierte Allgemeinverständlichkeit bisher nicht. Das kann nun aber durch die in der Relationalen Informationstheorie gebrauchten Definition als behoben gelten: 
--  InformationArbeit 
DW, qualitativ gewichtet  =  Kommunikation
--  InformationKörper 
DK, qualitativ gewichtet  =  Form.
 
 
Natuerliche Information "D" ist als Prozessparameter zu sehen; eine Quantitaet von Prozessparametern sagt jedoch nichts über qualitative Implikationen einer Wechselwirkung und daher nichts über ökonomische Effekte. Aber durch Beobachtung des Zusammenhangs zwischen Energie und Information kann eine nuetzliche Vorstellung gewonnen werden wie folgt:  
 
 
 
 
 
 
 
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