Beiträge zu Systemtheorie, Information, Physiologie, Soziologie und Technologie ... Nucleus of the contributions is to represent by theory possibilities concerning the informational properties in form and function of systems as well as their evaluation until arithmetic transcription

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Autor
  Dominikus Forcht, D-71640 Ludwigsburg; 22. November 2009   /  Kontakt
Systemtheorie...Information
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Soziologie...Ökonomie
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Technologie
  Information   Prozessor   Observer mit humanoiden Eigenschaften
Ferner zu wählen:
  Manuskript   D. Forcht  Kommunikation   Existenzbedingungen     
Gesamtübersicht des Buches / Impressum und Inhaltsverzeichnis

Menue (Abschnitte, je mit Kapitel und Artikel)
  1     Zum Titel der Niederschrift    6     Systemcharakteristik in Arbeitsstrukturen 
  2     Einführung    7     Technik nach physiologischem Vorbild 
  3     Perspektive "Systemtheorie"    8     Parabel / Kommunikation 
  4     Individualität und Physiologie der Systeme        Literaturverzeichnis 
  5     Physiologie der Gesellschaft   

Systemtheorie und Weltbild 

Wozu "Systemtheorie" ? 

Systemtheorie der natürlichen Prozesse,  die sogenannte "Allgemeine Systemtheorie" kann das ideale Vehikel sein, um Unsicherheiten im interdisziplinären Austausch zu beheben. Sie hat das Potential, ein Niveau der Diskussion herzustellen, wo kaum eine Disziplin Schwierigkeiten haben dürfte, sich darauf einzulassen. Wichtig ist nur, daß "Systemphilosophien" nicht an Erkenntnissen der Naturwissenschaften vorbeigehen, sondern treu den Vordenkern der Antike, das Wahrnehmbare formulierend zu ordnen suchen. . Das heißt nicht, daß alles Denkbare nach Regeln der Mathematik darstellbar sein müsse. Jedoch unabdingbar ist der Verbleib auf den Pfaden physikalischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.
 
Indem wir aber die Dinge so tief sehen, daß sie einfach sind, können Einsichten gewonnen werden, die zur Erweiterung unserer Denkräume beitragen. Daß hiervon auch Impulse für die naturwissenschaftliche Forschung ausgehen, ist naheliegend, denn nicht selten eilen Theorien der Vertiefung der Erkenntnis des Wahren, soweit mit Begriffen menschlicher Sprache formulierbar, voraus.

Das Grundmotiv sollte Allgemeingut sein !

Natürliche Systeme sind dynamische Gebilde. Die Dynamik resultiert aus Wechselwirkungen, und diese werden verursacht durch Potentiale, gleich ob energetisch oder auch geistig, unter räumlichen und zeitlichen Bedingungen repräsentiert. Potentiale sind (je Fokus, je Modalität) anhand von Relationen, und diese durch ihre Konstituenten definierbar.
Seit N. WIENER und C. E. SHANNON ist "Information" zu einem wichtigen Begriff für die Datenübertragung geworden. Aber ist es nicht auch Information, welche für die Form eines Steins, eines Bachlaufs, eines Baumes usw. am Wirken war? Oder ist es nicht auch Information, welche das neuronale Geschehen im Gehirn eines Individuums führt?
 
Damit ist man wieder mitten im Systemdenken angelangt. Systeme kann man grundsätzlich als Folge von Information sehen. Aber wie gelangt welche Infrormation von einem System zum anderen? Aus technologischen Kenntnissen, welche z.B. die Codierung von Datenströmen betreffen, gewinnen wir hierfür keine Antwort.
Codierung ist nur relevant, soweit die Decodierung des Empfängersystems mit eben jenem Code umzugehen weiß. Gut: Man kann sich eine "Kommunikation" ("Interaktion" oder "Wechselwirkung") vorstellen, welche erst einemal die Codierung zwischen den Wechselwirkungsteilnehmern klärt. Wenn aber der eine Teilnehmer codiert (wie auch immer) nicht erreichbar ist, wie weit muß man ("kann" man) dann wohl zurückgehen? Wie soll man sich eine Urinformation vorstellen?
Information der Systeme  
Ich stelle meinen Denkweg zur Diskussion:
Wechselwirkungen können nur stattfinden, wo Potentiale wirksam sind. In Potentialen findet man das Prinzip "Relation". Relationen und ihre temporäre Bedeutung sind auf recht urtümliche Weise modellierbar, indem man die Glieder der Harmonischen Reihe je nach ihrem Abstand von 2^n gewichtet. Genauere Ausführungen hierzu sind im obigen Menue über Klickpunkt "Information der Systeme" zu finden, ebenso in den über "Manuskript" erreichbaren Schriften. Die in Wechselwirkungen wirksame Information tritt als Gefüge von Relationen, die ich mit D bezeichne, in Erscheinung und/oder Funktion. Zu jeder Wechselwirkung bedarf es auch der Energie = W. Dadurch erhält man für die objektive Erscheinung von Wechselwirkungen den Ausdruck DW.
So zeigt sich unter anderem auch eine heuristisch bedenkenswerte Perspektive: Wechselwirkungen DW sind zwar unbestreitbar die Ressource für Wechselwirkungen aller Art Interaktion (=Kommunikation), doch was aus den Wechselwirkungen hervorgeht, und welchen "Nutzen" sie für eine Kreatur oder die Gesellschaft haben, das entscheidet sich einzig und allein durch (also subjektiv relativ) qualitative Implikationen. Solche in Wechselwirkungen (auch "Interaktionen" oder "Kommunikationen") auftretende qualitative Implikationen können über Existenz- und Entwicklungsfähigkeit der beteiligten Systeme entscheiden.  (Auch dieser Aspekt wird noch vertieft.)  
Ueber alles gesehen:
Die Grundbedingung aller Systeme heisst "Wechselwirkung", verstanden als Prozess des Ausgleichs von Potentialen. Zwei bis beliebig viele Potentiale können an einem Prozess beteiligt sein. Die Potentialträger können Elementarteilchen sein, z.B. Partikel-Geschwindigkeiten oder komplexe lebende Gebilde. Der Prozess des Kräfteausgleichs kann nach seiner energetischen, chemischen, kinetischen und geistigen Erscheinungsweise gesehen werden. Massgebend ist, welchen Fokus der Betrachter setzt und wie er die Erscheinungsweise benennt. 
Die Dynamik eines Relationengefüges kann sich je nach Systemverfassung und Fokus in Ereignisfolgen von Sekundenbruchteilen bis Jahrtausenden zeigen. Um für jedes Moment der Systemdynamik -- innerhalb eines bestimmten Fokus und einer Modalität -- eine Grundlage zur Bewertung zu erhalten, wurde das Prinzip der "gewichteten Harmonischen Reihe" als Modell der ursächlichen Information eingeführt.

Ein kurzer Blick in den systemtheoretischen Hintergrund 

Wie kommt es nun zur individuellen Gestalt eines Systems? Die selben Relationen von Potentialen, welche die Wechselwirkungen steuern, d.h. die Natürliche Information, entsteht aus der Gesamtkonstellation der Potentialrelationen, gültig und wirksam von subnuklearen Potentialträgern, über Atom, Molekül... bis hin zur Nervenzelle des ZNS eines Menschen.     
"Selbstorganisation"
Das 1979 erschienene Buch von Erich Jantsch, "Die Selbstorganisation des Universums", machte mir über Jahre hinweg so viel Freude, daß ich es häufig an Freunde verschenkte. Sollte ich auf diesem Weg mit zur Verbreitung des Wortes "Selbstorganisation" in den Sprachen der Naturwissenschaften beigetragen haben, wäre ich stolz darauf. Man braucht ja nicht lange zu suchen, um einer Anwendung dieses Begriffes zu begegnen. Die Zelle in einem biologischen Gewebe sei Ergebnis von Selbstorganisation; Orte von Nerven und Muskelsträngen eines biologischen Organismus seien Ergebnis von Selbstorganisation; usw. .... Auch in meiner beruflichen Tätigkeit (in der Informationstechnischen Industrie) erschien "Selbstorganisation" für die Kommunikation und in den meist soziologisch motivierten Gesprächen unverzichtbar bis beflügelnd.
 
Als ich 2005 daranging, meine eigene Arbeit über Systeme und deren Information besser verständlich zu präsentieren, fiel mir auf, daß das Wort "Selbstorganisation", wenn ohne Erläuterung gebraucht, in die Irre führen kann. "Selbstorganisation" wird vom Leser oder Hörer vorzugsweise der Erscheinung eines Systems zugeordnet, wo ein System eben aus Dingen zu bestehen scheint. In Wahrheit besteht ein System aber aus den Funktionen von Dingen, d.h. aus Funktionen, die der Bildung einer Gemeinschaft förderlich sind, d.h. welche die Gemeinschaft der Dings in einer gegebenen Umwelt zulassen, wo nicht herausfordern.
Nebenbei wird verständlich, warum Systeme meist als komplexe Gebilde kommentiert werden. Sie erscheinen als komplex, weil die Funktionen jedes einzelnen Dings, mit welchen es zur spezifischen Emergenz, d.h. zu Existenz und Wirkung des fokalen Systems beiträgt, nur schwer identifizierbar sind.
In der Soziologie gibt es ein einfaches Beispiel dafür, wie Systeme "nicht-selbst-organisierend" entstehen: Gesetzt den Fall, jemand verlangt von mir die Ausführung bestimmter Tätigkeiten und stellt mir dazu eine Zahl verschiedener Dings zur Seite. Für die Aktivität eines jeden Dings werde ich nun Regeln verfassen, und zwar so, daß die gemeinschaftliche Aktivität der Dings die Tätigkeiten ausübt, die benötigt werden.
Interessant ist, daß die Entwicklung des Regelwerks von mir ganz bestimmte Rücksichten verlangt: Was benötigt das Ding beispielsweise zur Selbsterhaltung? Was benötigt das Ding, um sich in seiner Umwelt zu behaupten (gleich ob materiell oder geistig)? Welche Freiheiten benötigt das Ding, um sich je nach Änderungen der Umweltbedingungen funktional adaptieren zu können und entsprechende Nachrichten an den Bediener abzusetzen. Welche Hilfen werde ich in Anspruch nehmen müssen, um den Anforderungen der Dings gerecht werden zu können? Hier wird leicht vorstellbar, daß die Funktionen der Dings - neben ihrem Beitrag gemäß meinem Regelwerk - auch Funktionen zur Optimierung der übergeordneten Systemeigenschaften leisten müssen.

"Kein System organisiert sich selbst" ??
Aber es gibt eben doch Prozesse, die den Anschein vermitteln, als befänden sie sich in Selbstorganisation. Das sind Prozesse, in welchen sich die Funktion eines Dings aus dem von der Gemeinschaft mehrerer Dings zugewiesenen relativen Gewicht ergibt. Wir sehen die Veränderlichkeit (z.B. Adaptation) von Systemen aufgrund von Änderungen des relativen Gewichts seiner Dings. Prozesse dieser Art sind hoch interessant und wichtig, um das fokale System zu verstehen und zu kontrollieren. Indessen von Selbstorganisation zu reden, wäre dennoch falsch. Die Organisation eines Systems folgt äußeren Bedingungen, wie z.B. Notwendigkeiten. Wo wir also die Eigenschaft eines Systems untersuchen wollen, sollte interessieren, wie die "Notwendigkeiten" zu ordnen sind, die den Prozess zur Entstehung des fokalen Systems geleitet haben könnten (z.B. den Prozess der relativen Gewichtung von Dings).
Mit Energie, Relationen und Wechselwirkung können wir physikalisch und mathematisch umgehen. Wir geben vor, auch mit "Information" umgehen zu können, aber der Informationsbegriff der kybernetisch intendierten quantisierenden Informationstheorie (SHANNON) hat mit der ausschliesslich relational in Erscheinung und Wirkung tretenden physiologischen Information nichts zu tun. 
Natürliche Information ist als relationales Formans je eines dynamischen Prozesses zu sehen. Im natürlichen Prozess sind "Wahrnehmung" (oder Vorformen davon) und "Reaktion" (oder Vorformen davon) die aus physischer [Information mal Energie] hervorgehenden Bedingungen, denen ein System gemäss seiner individuellen "Physiologie" folgen muß.  Das schliesst ein, daß die momentane Situation des Systems und seiner Umwelt sowohl seine Wahrnehmung als auch seine Reaktionen mit beeinflussen. 
Hier anschliessende Ueberlegungen betreffen Naturwissenschaften, Ökonomie und Technik gleichermassen. Die zum unentgeltlichen Download bereitliegenden Schriften bieten dazu die integrierte Sicht. Für die praktische Umsetzung sind Wege zur arithmetischen Transkription von Systemen und/oder (Prozessen) beschrieben.
Das Werk, "Systemtheorie und die Information der Systeme", geht von der Beschreibung physikalisch wahrer Wechselwirkungen aus, um zunächst das Prinzip von Systembedingungen zu klären. Dem gegenüber werden Maße von Nützlichkeit [+/-] von Systemen und Wechselwirkungen als subjektiv relativ zu beurteilende qualitative Implikationen behandelt.
 
 
 
 
 
 
 
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